Spielarten von Wasser

Armin Burghardt 09.09.2019; Thüringer Allgemeine

Die Experten sagen es immer wieder: Wir brauchen Regen. Dringend und in großer Menge. Wenn es am Samstag also wenigstens kurzzeitig und in überschaubaren Mengen aus dem grauen Himmel tröpfelte, war das in Ordnung. Gut für die Natur, aber längst nicht ausreichend. Trotzdem ärgerten sich bestimmt jene, die großen Aufwand betrieben, um die vielen Veranstaltungen weit und breit auf die Beine zu stellen.

Den Stoßseufzer: „Hoffentlich hält es sich noch!“ schickten verständlicherweise sowohl die Gastgeber des Kölledaer Museumsfestes als auch die des Sömmerdaer Raftings immer wieder mal gen Himmel.

Letzteren reichte das Wasser von unten, die anderen hatten auf die Freiluftkarte und das Ambiente ihres Museumsgartens gesetzt.

In der Pfefferminzstadt ist der Verein Gemeinsam für Kölleda am Samstag übrigens – passend zur Wassernot – zweigleisig gefahren. Einige Vereinsmitglieder halfen am Nachmittag dem Museumsverein. Andere hatten gemeinnützige Frühschicht. Sie folgten einer Bitte der Stadt und gossen junge Bäume im Bahnhofsviertel. Zum Einsatz kamen neben Man- und Girlpower zwei jeweils mit einem 1000-Liter-Tank ausgerüstete Transporter. Die Aktion soll keine Eintagsfliege bleiben. Der Verein plant, den Einsatz im 14-tägigen Rhythmus fortzusetzen. Bürgermeister Lutz Riedel freut das. Die Stadt hofft auf weitere Gießhelfer. Vor allem vorm und im nächsten Sommer.

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